Ich lade Sie zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise ein. Wohin? In uns selbst. Womit? Mit Büchern.

Angst und Stress sind brisante Themen unserer Zeit. Wie sie zustande kommen und wie man sie bewältigt, habe ich für Sie recherchiert und zwar mit Büchern, die sehr unterschiedliche Ansätze anbieten.

Ausgegangen bin ich von Michael Horowitz, der heuer 70 Jahre alt wird und dessen Fotoausstellung in der Albertina noch ein wenig hinter geschlossenen Türen verstaubt. Darüber wollte ich jetzt (noch) nicht schreiben. Horowitz ist aber auch Autor. Und das hat mich neugierig gemacht. Ich bin auf zwei Publikationen gestoßen, die er mit Dr. Georg Psota geschrieben hat. Psota ist Chef des Psychosozialen Dienstes in Wien und dieser Dienst wurde während der Corona-Krise ausgebaut. Somit habe ich sozusagen „zwei Fliegen auf einem Schlag“ erwischt. „Angst“ aus 2018 und „Das weite Land der Seele“ aus 2016. Dieses zweite Buch beinhaltet Kapitel wie Angst, aber auch Depression, Burnout (und somit Stress), Trauma, Demenz usw.

Dies alles hat aber nicht nur mit unserer Psyche zu tun, sondern auch mit unserem Gehirn. Die neuesten Erkenntnisse dieses Organs, dass Angst etwa nicht nur wie bisher gedacht nur in der Amygdala zu lokalisieren ist, verspricht das Buch „Das Gehirn“ von Dr. Marc Dingman. Natürlich ist hier Angst nur ein Kapitel von vielen…

Das vierte Buch auf dem Foto trägt den Titel „Das Rushing Woman Syndrom“ von Dr. Libby Weaver. Hier geht es vor allem um Stress und um die Vorgänge im Körper der Frau bei Stress. Um den Einfluß auf die Hormone, aber nicht nur. Und natürlich geht es hier auch um Angst im Zusammenhang mit Beziehungsproblemen, finanziellen Sorgen, ungesunde Ernährung und damit kommen auch die Folgen auf die weibliche Figur ins Spiel. Das Zauberwort heißt übrigens Entschleunigung. Und hier weisen Therapien den Weg.

Therapieansätze aus dem Kunstbereich werden zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen. Ich denke da an Musikmedizin bzw. Musiktherapie, über die ich zusammenfassend schon im Artikel „Die Liebe zu den zwei Disziplinen: Der Arzt und Musiker Klaus-Felix Laczika“ hingewiesen habe. Belcanto für Menschen mit Demenz ist auch angedacht und was Tanztherapie im Körper zu verändern vermag. Was ich Ihnen jetzt schon auf den Weg geben kann, wenn Sie Hilfe brauchen, ist das Angebot des PSD von Dr. Georg Psota und die Online-Musiktherapie. Und, wenn Sie das Wort „Therapie“ so gar nicht mögen und sie auch nicht brauchen: einfach Lieblingsmusik hören und dazu bewegen. Und lächeln nicht vergessen. Das hebt die Laune.

Die Rezensionen finden Sie auf meinem anderen Blog: pflegeundscience.wordpress.com als Work-in-Progress, als Teil eines geplanten Zyklus aus dem wissenschaftlichen Bereich. Die Bücher sind aber so geschrieben, dass auch ein Laie sie verstehen kann. Wenn ich eine Rezension fertig habe, füge ich hier den Link ein. Sie können also immer wieder auf diese Seite zurückkommen und finden alle Links.

Weiterführende Links:

PSD Wien / Corona-Sorgenhotline: Tel. 01 / 4000 / 53000, Montag bis Sonntag 8.00 bis 20.00 Uhr. Das Team besteht aus Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Sozialarbeiter*innen.

Musiktherapie online: http://www.lieblingslied.at

Über den Musikmediziner Dr. Klaus-Felix Laczika in: „Die Liebe zu den zwei Disziplinen: Der Arzt und Musiker Klaus-Felix Laczika“ https://pflegeundkunst.wordpress.com/2020/01/20/die-liebe-zu-den-zwei-disziplinen-der-arzt-und-musiker-klaus-felix-laczika

Links zu den Rezensionen:

Georg Psota / Michael Horowitz, Angst. Erkennen – Verstehen – Überwinden. Residenz Verlag, 2018.

https://pflegeundscience.wordpress.com/2020/04/27/angst-als-motor-und-hemmung/

Lucy Vincent, Tanzen macht nicht nur glücklich, sondern auch schlau. Goldmann Verlag, 2020.

https://pflegeundscience.wordpress.com/2020/05/05/tanzen-ist-gut-fuer-koerper-und-geist/