Koloman Moser (1868-1918), seines Zeichens Universalkünstler in den Bereichen
Malerei, Grafik, Kunstgewerbe, Innraumgestaltung, Mode und Bühnenbild, widmet
das Wiener MAK noch bis 22. April die Ausstellung „KOLOMAN MOSER.
Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann“. In fünf Kapiteln und rund 500 Exponaten entrollt sich das Leben dieses Ausnahmekünstlers
chronologisch eingebettet in das künstlerische Geschehen der Epoche. Der
Zeitrahmen wurde von 1860 bis 1918 fixiert. Für die Auswahl der Objekte und die
Qualität der Schau zeichnen schon allein die Namen der scheidenden Kustodin Elisabeth
Schmuttermeier und des Gastkurators Christian Witt-Dörring.

„Wien als Bühne der Künste“. Das erste Kapitel skizziert das prägende Umfeld
eines erstarkten Großbürgertums als Auftraggeber. Zu sehen sind auch frühe, dem
Naturalismus verschriebene Ölbilder und grafische Arbeiten.

„Koloman Mosers frühe Jahre (1886-1896)“. Mit in dieser Zeit geschaffenen
Illustrationen für Bücher und Zeitschriften konnte Moser sein Studium der Malerei
finanzieren. Er war Mitbegründer des Siebener-Clubs aus dem später
die Secession hervorging. Von der japanischen Kunst beeinflusst entwickelt sich die
Wiener Flächenkunst.

„Die Einheit von Form und Funktion (1889-1895)“. Otto Wagner und sein Nutzstil
prägte Kolo Moser. Die Einheit von Form und Funktion wird propagiert. Die
Secessionisten geben schließlich der Idee vor der Funktion Vorrang.

„Die Einheit der Künste“. Gründung der Secession , die das Gesamtkunstwerk
vorzieht. Die Wiener Werkstätte (Gründung 1903) setzt diese Ideen handwerklich um.
Entwicklung der Wiener Raumkunst als Innenraumkonzept gemeinsam mit Josef
Hoffmann. Der Wiener Stil zeichnet sich durch starke Reduktion aus.

„Abschied von der Einheit der Künste“. Moser tritt 1907 aus der Wiener
Werkstätte aus und widmet sich bis zu seinem Tod hauptsächlich der Malerei.

Die Fische als Ornament

Interessant ist wie Moser etwa Fische als Motiv unterschiedlich verwendet. Hier drei Beispiele:

(Foto aus rechtlichen Gründen entfernt)

Auf dem Schrank sind die Fische noch als solche gänzlich erkennbar. Pailletten wurden auf Samt gestickt und bieten einen ungewöhnlichen und prächtigen Anblick. Das Möbel ist mehr Skulptur als Gebrauchsgegenstand.

Das nächste Bild zeigt die Vorderseite des Buffettschranks aus dem selben Jahr (1899). Die Fische sind stilisiert auf Holz dargestellt. Sie wirken nur mehr ornamental und sind auf den ersten Blick nicht unbedingt als solche erkennbar.

(Fotos aus rechtl. Gründen entfernt)

Die stilisierten Goldfische wurden auch als Motiv auf Stoff verwendet. Nachfolgend die Vorlage auf Papier für einen Wandbehang.

(Foto aus rechtlichen Gründen entfernt*)

 

„KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann“, MAK, bis 22. April 2019

Kombiticket mit Theatermuseum möglich: „Anwendungen. Koloman Moser und
die Bühne“

MAK on TOUR – Führung mit Kurator Christian Witt-Dörring „Was blieb von Koloman Moser im öffentlichen Raum?“, So. 31.3.2019, 14.00 bis 16.00 Uhr, Online-Anmeldung: MAK.at/kolomanmoser

Vortrag von Stefan Üner, Kunsthistoriker: „Koloman Moser als Maler“, So.
7.4.2019, 16.00 Uhr
Informationen: MAK.at/kolomanmoser
#KolomanMoserMAK

KOLOMAN MOSER. Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann, MAK, bis 22.4.2019

 

* Ich wurde seitens der Presseabteilung/MAK gebeten drei Fotos aus rechtlichen Gründen zu entfernen. Unter den zur Verfügung gestellten Pressefotos befindet sich kein geeignetes als Ersatz. Es ging um vergleichende Darstellungen des Goldfischmotivs. Vielleicht auch eine Anregung für den Leser es selbst vor Ort zu tun(?)

Werbeanzeigen