Ja, ich hätte ihn gerne geschrieben, den Blogbeitrag. Wären da nicht die vielen E-mails gewesen bezüglich der DSGVO. Wäre nicht der Blog und die DSGVO gewesen (naja eigentlich letzte Woche erledigt und zwar mit Hilfe eines Internet-Anwalts). Ja und wären da nicht die lieben Hilfen für meine Angehörige, die mir helfen das Leben zu meistern. Einmal bin ich noch im Nachthemd oder Pyjama, wenn jemand kommt und das nächste Mal könnte ich sie oder ihn – vom Zeitbudget her, das mir zur Verfügung gestellt wird (vulgo laaaange WARTEZEIT! ohne Vorankündigung) – im Barockkostüm mit frisch gepuderten Perücke empfangen. So wie heute: zu Mittag war meine Angehörige fertig mit der Morgenwäsche.

Meine Nerven sind nicht wie versprochen entspannt, sondern sehr angespannt. Für mich bedeutet warten Sorge. Sorge um Unfälle, Vergessen, Davonlaufen etc. solch einer Hilfe. Man weiß ja nicht, vielleicht wird das Pflegeverhältnis spontan aufgesagt und das nächste Flugzeug genommen. Ziel: alternativ leben. Ja und ich bleib übrig. Ich kann nicht schreiben, recherchieren, telefonieren, Rechnungen anschauen, wenn ich auf jemanden warte. Wenn ich warte, warte ich. Und ein Blogbeitrag besteht außer aus dem Schreiben auch noch aus Fotos suchen, hochladen, beschriften und bewerben über Social Media-Kanäle. Viel Arbeit. Derzeit kann ich nicht alles machen. Tut mir leid. Die Schreibarbeit bleibt liegen, die Fotos sind schon hochgeladen. Die Papierberge rufen. Kein Echo von mir.

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