Service von der Arbeiterkammer (AK) für pflegende Angehörige

Heute möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, was die AK für die pflegenden Angehörigen in Facebook zusammengestellt hat. Ich finde das sehr gut und übersichtlich gemacht. Ich habe das für Sie kopiert:

Ich pflege einen Angehörigen
Zuhause Angehörige zu pflegen, das ist eine große Herausforderung. Nicht nur menschlich, sondern natürlich auch dann, wenn sich Job und Pflege nicht mehr vereinbaren lassen oder es finanziell eng wird. Wir haben deshalb alle Tipps gesammelt, die pflegenden Angehörigen das Leben ein kleines bisschen erleichtern können: Von der Pflegekarenz über die freiwillige Selbstversicherung bis hin zu Steuererleichterungen und Förderungen.
Pflegefreistellung für kurzfristige Pflege
Was tun, wenn Sie nur kurz als Pflegende einspringen müssen, zum Beispiel, wenn ihr Kind erkrankt, die chronische Erkrankung Ihres Partners aufflammt oder die Betreuungsperson Ihrer pflegebedürftigen Mutter ausfällt? In solchen Fällen haben Sie Anspruch auf grundsätzlich eine Woche bezahlte Pflegefreistellung pro Arbeitsjahr. Mehr zu den Voraussetzungen finden Sie hier.
Pflegekarenz und Pflegeteilzeit
Ein Familienmitglied ist plötzlich pflegebedürftig geworden? Die bisherige Betreuungsperson Ihres Angehörigen fällt aus? Der Pflegebedarf hat sich erhöht?
Damit Sie in einer solchen Situation Zeit dazu haben, die Pflege anders zu organisieren oder sich selbst um die Betreuung zu kümmern, gibt es die Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit. Alles über Voraussetzungen, Bedingungen und Antrag sehen Sie hier auf einen Blick.
FAMILIENHOSPIZKARENZ

Die Familienhospizkarenz gibt Ihnen die Möglichkeit, sich für die Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerstkranker Kinder bei aufrechtem Arbeitsverhältnis karenzieren zu lassen oder Ihre Arbeitszeit zu verändern. Hier finden Sie alle Infos dazu.
Sozialversicherung für pflegende Angehörige
Sie können als Pflegende dauerhaft nicht arbeiten gehen und fallen deshalb aus der Pflichtversicherung? Diese Möglichkeiten haben Sie, um weiterhin sozialversichert zu bleiben:
Freiwillige Pensionsversicherung
Pflegende Angehörige können sich unter begünstigten Bedingungen freiwillig pensionsversichern, beitragsfrei. Welche Variante für Sie in Frage kommt, wie Sie den Antrag stellen und was dabei gilt, können Sie hier ganz genau nachlesen.
Krankenversicherung
Damit Sie weiter krankenversichert sind, kommt entweder eine Mitversicherung oder eine Selbstversicherung in Frage. Zu den verschiedenen Varianten finden Sie hier einen guten Überblick. /das erklärt Ihnen ev. auch ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin des Versicherungsträgers/

Steuertipps für pflegende Angehörige
Pflegekosten
Häusliche Pflege kostet Geld. Ausgaben für die Betreuung Ihres Angehörigen können Sie unter bestimmten Voraussetzungen als „außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer absetzen. Nähere Infos dazu finden Sie hier.
TIPP: Auch, wenn Sie für die Pflege eines Angehörigen im Pflege- oder Altersheim (mit)bezahlen, können Sie die Ausgaben beim Lohnsteuerausgleich geltend machen.
Verdienstunterbrechung
Falls Sie in Pflegekarenz gehen, wird Ihre Steuer mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung neu berechnet. Häufig erhalten Sie dann Lohnsteuer zurück!
Steuertipps für Eltern pflegebedürftiger Kinder
Ist Ihr Kind pflegebedürftig, dann können Sie neben den direkten Pflegekosten, die das Pflegegeld überschreiten, noch weitere Ausgaben von der Steuer absetzen:
• Krankheitskosten für Ihre Kinder. Hier können Sie mehr dazu nachlesen.
• Kosten für Ihre Unterkunft, wenn Sie Ihr Kind bei einem Krankenhausaufenthalt begleiten.

ERHÖHTE FAMILIENBEIHILFE

Für erheblich behinderte Kinder erhöht sich auch die Familienbeihilfe um monatlich 152,90 Euro. Details dazu finden Sie hier.
Pflegegeld
Wer pflegebedürftig ist, hat Anspruch auf Pflegegeld. Die Höhe hängt davon ab, wie hoch der Pflegeaufwand für die Person ist und ist in sieben Stufen gestaffelt. Details dazu finden Sie hier.

Förderung für 24-Stunden-Betreuung
Wenn Pflegebedürftige zuhause von einer „24-Stunden-Betreuerin“ bzw. einem „24-Stunden-Betreuer“ versorgt werden, können Sie für diese Kosten eine staatliche Förderung beantragen.

Voraussetzungen:
• mindestens Pflegegeldstufe 3
• 24-Stunden-Betreuung muss notwendig sein
• Das Einkommen der pflegebedürftigen Person darf 2.500 Euro netto im Monat nicht übersteigen (ohne Sonderzahlungen und Pflegegeld)

Mehr zu den Voraussetzungen und zur Höhe des Zuschusses finden Sie hier!
Hilfreiche Links
• Die Seite des Sozialministeriums bietet für pflegende Angehörige Rechtsinformationen sowie zahlreiche Tipps und Serviceangebote wie das Angehörigengespräch. Hier geht’s zur Plattform für pflegende Angehörige und hier zum Sozialministeriumsservice!
• Der Großteil der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen wird zuhause gepflegt und betreut. Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger setzt sich österreichweit für die Anliegen derjenigen ein, die diese Pflege leisten. Zu den Tipps und Angeboten…
• Sie sind auf der Suche nach einem sozialen Dienst, der Sie bei der Pflege unterstützt? Das Infoservice des Sozialministeriums hat alle für Sie hilfreichen Einrichtungen, Organisationen, Vereine und Selbsthilfegruppen in Österreich gesammelt – hier finden Sie ein Angebot in Ihrer Nähe!
• Der KOBV („Behindertenverband“) ist eine die kompetente Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und bietet Beratung, Vertretung, Hilfe bei Notlagen und viel mehr. Hier können Sie sich durch sein Angebot klicken!“ Soweit das Originalzitat.

 

Außerdem: auf Facebook kann man an die AK-Experten Fragen stellen, die sehr schnell beantwortet werden. Ich möchte auch das nachfolgend mit Ihnen hier „teilen“.
Die Frage lautete:
„Was wird sein, wenn man nicht mehr pflegt. Den Tag kann man nicht vorherbestimmen. Es kommt das grosse Loch und gleichzeitig viel zu erledigen und nach 6 Wochen keine Versicherung mehr und Arbeit woher nehmen bei den jetzigen Zeiten? Da sollte schon ein Auffangnetz sein, finde ich.“
Antwort der AK auf fb:

„Liebe M., mit einer Selbstversicherung in der Sozialversicherung sind pflegende Angehörige zwar nicht arbeitslosenversichert. Aber wenn man vor den Pflegezeiten einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hat, nimmt man diesen Anspruch über viele Jahre oder unbeschränkt mit. Das gilt allerdings nur, wenn man während der Pflegezeiten pensionsversichert war. Es zahlt sich also aus, sich nach dem Ende der Pflege an das AMS zu wenden und prüfen zu lassen, ob man aufgrund vergangener Arbeitsverhältnisse ein Recht auf Arbeitslosengeld hat.“

Noch ein Tipp: Wenn Sie Probleme bei der Zuordnung der diversen Posten für die Steuererklärung haben, wenden Sie sich an die Arbeiterkammer. Es wird Ihnen geholfen werden. Eine Hilfe kann auch die Broschüre „Steuer sparen 2016“ sein. Anzufordern bei der AK. (oder als pdf im Internet)
Die Hilfsgemeinschaft für Sehbehinderte und Blinde (hilfsgemeinschaft.at) stellt ab Jänner 2017 einen Steuerberater für die Mitglieder zur Verfügung. (Hotline: 0800 400 610)
Vielleicht tun das andere Organisationen/Vereine etc. auch. Weiß jemand davon? Würden Sie das Wissen darüber auf Facebook mit anderen teilen? (fb: pflegeundkunst)

 

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